Soziokratische Moderationsrunde mit Verständnisfragen, Einwandrunden und Integration. Mehr dazu: Consent-Entscheidungen moderieren.
Eine Person stellt einen konkreten, bereits ausgearbeiteten Vorschlag vor – kein offenes Brainstorming an dieser Stelle. Der Vorschlag sollte umsetzbar formuliert sein, nicht nur eine grobe Richtung.
Nur Fragen zum Verständnis, keine Meinungen oder verdeckte Kritik. Die Trennung von Verstehen und Bewerten ist zentral für einen sauberen Consent-Prozess.
Jede Person äußert reihum kurz eine erste Reaktion, ohne Diskussion oder Gegenrede. Ziel ist ein erstes Stimmungsbild, keine Debatte.
Reihum fragen: Gibt es einen schwerwiegenden Einwand – einen Grund, warum dieser Vorschlag dem gemeinsamen Ziel oder der Gruppe ernsthaft schaden würde? Reine Präferenzen oder 'ich hätte es anders gemacht' zählen ausdrücklich nicht als Einwand.
Vorschlag gemeinsam so anpassen, dass die genannten Einwände aufgenommen werden, ohne den Kern des Vorschlags zu verwässern. Bei mehreren Einwänden priorisieren, welcher zuerst bearbeitet wird.
Erneut reihum fragen, ob der angepasste Vorschlag noch einen schwerwiegenden Einwand auslöst. Bei Bedarf weitere Integrationsrunden einplanen, statt die Runde vorzeitig abzubrechen.
Der Vorschlag gilt als angenommen, sobald keine schwerwiegenden Einwände mehr bestehen – 'sicher genug, um es auszuprobieren', nicht 'perfekt für immer'.
Konkreten Termin fixieren, an dem die Entscheidung anhand erster Erfahrungen überprüft wird.