Von der Bestandsaufnahme genutzter KI-Tools zu praxistauglichen, gemeinsam verabschiedeten Teamregeln. Mehr dazu: AI-Governance-Workshops planen.
Klarstellen: Es geht um praxistaugliche Teamregeln, nicht um ein pauschales Verbot von KI-Nutzung. Das senkt die Hemmschwelle für ehrliche Beiträge in der Bestandsaufnahme.
Offen und ohne Bewertung sammeln, welche KI-Tools im Team bereits im Einsatz sind – auch informell oder ohne offizielle Freigabe. Ehrliche Antworten entstehen nur ohne Sanktionsdruck.
Anonyme Sammelmethode erwägen (siehe Beitrag zu entkoppeltem Brainstorming)
Positivliste statt Verbotsliste erarbeiten: Welche Tools sind für welche Zwecke freigegeben, und wie kommt ein neues Tool auf die Liste? Ein reiner Verbotskatalog fördert erfahrungsgemäß nur mehr Schatten-Nutzung.
Festlegen, welche Daten – Kundendaten, Quellcode, Geschäftsgeheimnisse – überhaupt in welche Art von Tool eingegeben werden dürfen. Oft zeigt sich hier, dass die eigentliche Frage eine Cloud- und Datenschutzfrage ist, die schon vor KI-Tools ungeklärt war.
Klären, wann KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden müssen und wer für die inhaltliche Qualitätsprüfung verantwortlich ist.
Festlegen, wer fĂĽr KI-unterstĂĽtzte Ergebnisse inhaltlich verantwortlich bleibt. Die Verantwortung verschiebt sich nie auf das Tool selbst.
Die erarbeiteten Regeln als konkreten Vorschlag behandeln und per Einwandrunde verabschieden, statt auf vollständigen Konsens der gesamten Organisation zu warten (siehe Beitrag zu Consent-Entscheidungen).
Die Regeln gelten ausdrücklich vorläufig. Fester Termin in etwa drei Monaten, um sie an die tatsächliche Nutzung und neue Tools anzupassen.