Sessionplan-Tricks: 5 Features, die du vielleicht noch nicht kennst
Auf einen Blick:
- Druckoptimierte Ansicht für saubere PDFs – direkt aus dem Browser, ohne zusätzliche Software
- Block-Bibliothek und Session-Vorlagen speichern: lokal persistent, kein Account erforderlich
- Notizen und Materialien mit Fett, Kursiv und Links formatieren – auch per Tastenkombination
- Schloss-Symbol für fixe Gruppenzeiten zeigt Puffer oder Überzug an
- Unter /templates: wachsende Sammlung fertiger Workshop-Einstiegspunkte
Sessionplan.de kennen die meisten als schnellen Timeline-Planer: Block anlegen, Dauer setzen, Reihenfolge ziehen – fertig. Doch unter der Oberfläche stecken einige Features, die den Alltag von Facilitatorinnen und Facilitatoren erheblich vereinfachen – und die kaum jemand auf den ersten Blick entdeckt. Hier sind fünf davon.
1. PDF-Export über die druckoptimierte Ansicht
Wer seinen Workshop-Plan ausdrucken oder als PDF verschicken möchte, findet im Planner eine druckoptimierte Ansicht. Statt den normalen Browser mit all seinen Buttons und der Seitenleiste zu drucken, liefert sie eine schlanke Darstellung, die genau für Papier und digitale Weitergabe gemacht ist.
So geht’s: Nutze einfach die ganz normale "Drucken"-Funktion deines Browsers – wenn du den Plan als PDF statt auf Papier haben möchtest, wähle im Browser-Dialog „Als PDF speichern”. Das Ergebnis ist ein sauberes Dokument ohne ablenkende UI-Elemente, das du mit deinem Team teilen oder einfach als Rückversicherung griffbereit haben kannst.
Tipp aus der Praxis
Viele Facilitatoren drucken den Ablaufplan einmal aus und legen ihn während des Workshops neben sich – als schnellen Überblick, auch wenn das Laptop gerade aufgeklappt bleibt.
2. Block-Bibliothek und Session-Vorlagen
Hier lohnt sich der Blick auf zwei Ebenen, die unterschiedlich weit gehen:
Block-Bibliothek: einzelne Methoden speichern
Wenn du eine Methode – zum Beispiel eine bestimmte Check-in-Runde oder eine Feedback-Übung – regelmäßig einsetzt, kannst du sie als Block in der Bibliothek speichern. Beim nächsten Workshop ziehst du ihn einfach aus der Bibliothek in deinen Plan. Alle Details wie Beschreibung, Dauer, Typ und Farbe bleiben erhalten. Das ist praktisch, auch wenn man den Blocktyp schon kennt – denn hier speicherst du nicht nur den Typ, sondern den fertig ausgefüllten Block mit allem Inhalt.
Session-Vorlagen: ganze Workshops sichern
Noch einen Schritt weiter geht das Speichern eines kompletten Workshops als Vorlage. Das ist nützlich, wenn du immer wieder ähnliche Formate durchführst – etwa ein wöchentliches Team-Meeting, ein Standard-Onboarding oder ein Retrospektiven-Format, das du leicht variierst. Du öffnest die Vorlage, passt das Datum und einzelne Blöcke an und bist sofort startklar.
Wichtig: Beide Listen werden im Browser gespeichert (localStorage) – du brauchst keinen Account und kein Cloud-Sync. Sie sind nur für dich sichtbar und bleiben erhalten, auch wenn du die Seite Wochen später wieder öffnest.
Tipp aus der Praxis
Wer dasselbe Retrospektiven-Format immer wieder einsetzt, spart mit einer gespeicherten Session-Vorlage jedes Mal mehrere Minuten Aufbauzeit – und stellt sicher, dass kein Block vergessen geht.
3. Notizen und Materialien formatieren
Sessionplan unterstützt einfache Textformatierung in den Feldern „Notizen” und „Materialien” eines Blocks – ideal, um wichtige Hinweise hervorzuheben, Links zu Pre-Reading-Materialien einzufügen oder Zeitangaben übersichtlicher zu gestalten.
Verfügbare Tastenkombinationen:
- Fett: Cmd+B (Mac) / Strg+B (Windows)
- Kursiv: Cmd+I (Mac) / Strg+I (Windows)
- Link einfügen: Cmd+K (Mac) / Strg+K (Windows)
Natürlich lässt sich die Formatierung auch über die angezeigte Werkzeugleiste setzen – die Tastenkombinationen sind aber für alle gedacht, die schnell tippen und möglichst wenig die Hände von der Tastatur nehmen.
Besonders praktisch: Notizen und Materialien lassen sich für einen aufgeräumten Überblick in den Einstellungen ein- und ausblenden. Wer die Detailinfos nur bei der Vorbereitung braucht, aber während des Workshops eine cleane Ansicht bevorzugt, kann sie mit einem Klick verstecken.
Tipp aus der Praxis
Hinterlege Links zu Folien, Miroboards oder geteilten Dokumenten direkt im entsprechenden Block – dann hast du alles an einem Ort und sparst dir das Suchen während des Workshops.
4. Feste Zeiten für Gruppen und Breakouts
Gruppen und Breakout-Sessions berechnen ihre Gesamtdauer normalerweise automatisch aus ihren enthaltenen Blöcken. Das ist praktisch – aber manchmal möchtest du einem Block-Container eine feste Zeit geben, unabhängig davon, was drin steckt.
Genau dafür gibt es das kleine Schloss-Symbol neben der Dauer einer Gruppe oder eines Breakouts. Wenn du es aktivierst, wird der Container auf eine fixe Gesamtzeit gesetzt. Sessionplan zeigt dir dann – genau wie bei einer festgelegten Workshop-Gesamtdauer – an, wie viel Puffer du noch hast oder um wie viele Minuten du überziehst.
Das ist besonders nützlich für Zeitblöcke, die unverhandelbar sind: eine gemeinsame Mittagspause im Offsite, ein Keynote-Slot auf einer Konferenz oder die Abschlussrunde vor dem festen Ende.
Tipp aus der Praxis
Kombiniere fixe Rahmenblöcke (z. B. Mittagspause, Eröffnungs-Keynote) mit frei kalkulierten Blöcken – so siehst du auf einen Blick, ob der Tag aufgeht, ohne manuell rechnen zu müssen.
5. Fertige Templates als Startpunkt
Wer nicht bei null anfangen möchte, findet unter sessionplan.de/templates eine wachsende Sammlung fertiger Workshop-Einstiegspunkte. Von klassischen Retrospektiven-Formaten über Sprint-Planning-Templates bis hin zu Liberating Structures – die Vorlagen sind direkt einsatzbereit und lassen sich nach dem Laden beliebig anpassen.
Drei Beispiele zum Einsteigen:
- Starfish Retrospektive – fünf Dimensionen für strukturiertes Teamfeedback
- Sprint Planning – von der Velocity-Review bis zum gemeinsamen Commitment in einem Ablauf
- 1-2-4-All – der klassische Liberating-Structures-Einstieg für jede Gruppe
Jede Vorlage öffnet sich direkt im Planner. Von dort kannst du Blöcke ergänzen, umstellen und den fertigen Plan als eigene Session-Vorlage in deiner Bibliothek sichern – damit er beim nächsten Mal schon auf dich wartet.
Und wenn du einen Workshop nicht nur planst, sondern auch live begleiten möchtest: Mit dem Live-Modus siehst du während der Session immer, welcher Block gerade läuft.
Was ist dein Lieblingstrick?
Sessionplan steckt voller kleiner Helferlein, die im Praxis-Alltag wirklich etwas ausmachen – von der druckoptimierten PDF-Ansicht über gespeicherte Vorlagen bis zum Puffer-Indikator bei fixen Gruppenzeiten. Das Schöne daran: kein Account, kein Onboarding, alles direkt im Browser.
Probier einen der Tricks beim nächsten Workshop aus – und dann die eigentliche Frage: Was ist dein Lieblingstrick mit Sessionplan?
Tim J. Peters
Tim J. Peters ist erfahrener Facilitator und hat hunderte von Workshops mit großen Unternehmen bis hin zu Startups und sozialen Einrichtungen durchgeführt.
Als Geschäftsleiter einer Design-Agentur verbindet er strategisches Denken mit praktischer Workshop-Facilitation. Er hat Vorträge auf Konferenzen und an verschiedenen Universitäten gehalten, unter anderem am MIT und der FH Potsdam.
